Damit für das Wohlbefinden Ihres Vierbeiners rundum gesorgt ist, sind nicht nur liebevolle Zuwendung, eine ausgewogene Ernährung und eine artgerechte Haltung wichtig. Es ist auch unerlässlich, dass alle Organe des tierischen Körpers ihre zugeschriebene Funktion einwandfrei ausführen können. Dazu tragen u. a. regelmäßige tierärztliche Routineuntersuchungen bei.
Die Leber ist ein großes Kraftwerk, in welchem sich weit über 1000 chemische Reaktionen abspielen. Hier finden u. a. der Fett-, Kohlenhydrat - und Eiweißstoffwechsel statt.
Dieses Organ ist auch die „zentrale Lagerhalle“ für wichtige Vitamine und Mineralien. Gleichzeitig entsorgt die Leber Stoffwechselprodukte, Medikamente und Giftstoffe.
Ein Organ, das so viele, so wichtige Aufgaben im tierischen Körper übernimmt, wird unentbehrlich für den reibungslosen Ablauf des gesamten Organismus. Daher ist leicht zu verstehen, wie wichtig eine gesunde, gut funktionierende Leber für Ihren Vierbeiner ist.
Lebererkrankungen treten häufig auf und können durch viele verschiedene Ursachen hervorgerufen werden. Eine Verschlechterung der Leberfunktion bei älteren Tieren ist keine Seltenheit. Auch im Rahmen medikamentöser Langzeitbehandlung kann die Leber in Mitleidenschaft gezogen werden. Erbrechen, Durchfall und Apathie sind nur einige unspezifische Symptome, die auftreten können. Da sich aber nicht alle Fehlfunktionen der Leber klinisch äußern, kann eine frühe Diagnose Schwierigkeiten aufweisen. Das heißt, der Vierbeiner zeigt vielleicht gar keine Anzeichen einer Erkrankung.
Wenn Hepatozyten (Leberzellen) geschädigt werden, gelangen intrazelluläre Enzyme aus der Leberzelle in die Blutbahn. Einige von ihnen haben große Bedeutung in der Diagnostik, denn die Enzym-Aktivität ist oft ein Indikator für Lebererkrankungen. Mit Hilfe einer Blutuntersuchung kann diese Aktivität festgestellt werden. Doch wird lediglich eine Beschädigung der Leberzellen angezeigt, die Ursache kann hierbei nicht erfasst werden. Eine definitive Diagnose basiert daher auf einer Kombination von klinischer Untersuchung, Labordiagnostik, Röntgenaufnahmen und / oder Ultraschall und letztlich der histologischen Untersuchung einer Leber-Biopsie.
Geringe Schädigungen kann die Leber oft selbst reparieren. Diese Eigenschaft ist bis zu einem gewissen Maße schützend gegen permanente Zerstörung. Wirken lebertoxische Substanzen über einen längeren Zeitraum auf die Leberzellen ein, werden diese fortschreitend zerstört. Dadurch kommt es zu einer Zunahme an Bindegewebe. Dieser Vorgang wird als Fibrose bezeichnet. Die anatomische Struktur wird hierbei negativ verändert und die Leberfunktion beeinträchtigt. Erst bei hochgradigen Schäden, die größere Teile der Leber erfassen, kommt es zu klinisch manifesten Ausfallerscheinungen. Zu diesem Zeitpunkt sind die Veränderungen der Zelle zumeist bereits in einem irreversiblen Stadium.
1) Cocca T, “Ergebnisse von klinischen Fällen, die mit EPATO behandelt wurden“, ICF
2) Cocca T, “Behandlung mit einem leberschützenden Ergänzungsfuttermittel“ SUMMA, Bd. 25, April 2008/Nr. 3, S. 23-32
3) Robinson WF, Huxtable CRR, “Clinicopathologic Principles for Veterinary Medicine“ 1987, S. 194; 202; 203; 209
4) The Merck Veterinary Manual, http://merckvetmanual.com/mvm/htm/bc/23600.htm, Hepatic Disease in Small Animals: Introduction
5) Filburn CR, Kettenacker R and Griffin DW, “Bioavailability of a silybin-phospatidylcholine complex in dogs” 2007, J Vet Pharmacol Therap.(30) S.132-138
6) Dahme E, Weiss E, “Grundriß der speziellen pathologischen Anatomie der Haustiere” 1999, S.201
7) Rutgers C, “Liver disease in dogs“ 1996, In Practice (10), S. 433-444
8) Ettinger SJ, Feldman EC, “Textbook of Veterinary Internal Medicine” 2010, Chapter 276: General principles in the treatment of liver disease.
9) Dämmrich K, Schulz LC, “Pathologie der Haustiere“ 1991, S. 368; 5.7.5 Lebernekrose
Diätergänzungsfuttermittel für Hunde und Katzen zur Unterstützung der Leberfunktion bei chronischer Leberinsuffizienz.